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Fellpflege:
Zwischen den unten aufgeführten Fotos liegen einige Stunden
und obwohl dieser Hund nicht gebadet wurde, sieht er nur nach
gründlichen bürsten und kämmen wieder sauber und gepflegt aus.
Das lange, weisse Haarkleid ist bei weitem nicht so
pflegeintensiv, wie es den Anschein macht. (Das Fell von
kastrierten Hunden ist fast immer viel pflegeintensiver, da
kastrierte Samojeden kaum mehr einen natürlichen Fellwechsel
machen, oft wieder die "Babywolle" bekommen und das Haarkleid
extrem dicht wird) Wird der Hund alle 2 - 3 Wochen (Welpen und
Hunde im Fellwechsel etwas öfter) gründlich bis auf die Haut
gekämmt und gebürstet und hat er ein trockenes und sauberes
Schlaflager, so sieht der Samojede stets gepflegt
aus. Normalerweise verfilzt das Fell nicht. Ausnahme: das
Welpenfell verfilzt hinter den Ohren und gelegentlich unter den
Achseln. Hier muss oft gebürstet und gekämmt werden. Ist der
Filzknoten sehr gross, so hilft hier nur noch die Schere.
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Richtig
gebürstet und gekämmt ist ein Fell nur, wenn es bis zur Haut
aufgelockert wird |
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Haarkleid vor
dem Bürsten und Kämmen |

Die gleiche
Stelle nach dem Bürsten und Kämmen |
Diverse
Bürsten und Kämme, welche jeder besitzen sollte:
1.
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3.
4. 
1.
Hundekamm mit extra groben Zinken
2. Mit Drahtstiften besetzte Hundebürste (zur Entfernung von
Schmutz sehr geeignet)
3. Entwirrungskamm mit rotierenden Zinken
4. Kunststoffbürste (zum bürsten der Rute und zum
oberflächlichen bürsten geeignet)
Wenn ein Bad nötig ist:
Im Idealfall badet
man den Hund nur dann, wenn er sich
in Unrat gewälzt hat
oder das Haar so stark
verschmutzt ist, dass ein Bad unumgänglich erscheint.
Samojeden müssen nur sehr selten, wenn überhaupt, gebadet
werden. Die Haut des Hundes sondert durch kleine Talgdrüsen
Fett ab. Dadurch erhalten Haut und Haare einen schützenden
Fettmantel, auch
Säureschutzmantel genannt. Dieser weist Feuchtigkeit
und Schmutz ab und sorgt für den natürlichen Glanz des Haares.
Baden wir unseren Hund, löst das Shampoo diese Schutzschicht ab.
Gegen häufiges Baden in freien Gewässern ist dagegen nichts
einzuwenden, da einfaches Wasser dem Schutzmantel nichts anhaben
kann.
Nach lediglich einmaligem Wannenbad pegelt sich das natürliche
Gleichgewicht der Haut meist binnen weniger Tagen wieder ein.
Wiederholt man das Bad in kürzeren Abständen, wird das
natürliche Gleichgewicht zerstört. Nun beginnt ein Teufelskreis.
Die künstlich vom Fett befreite Haut neigt dazu, sofort und
verstärkt Fett nachzubilden. Sicher hat jeder Hundebesitzer
schon einmal bemerkt, dass sein Liebling vom Regen durchnässt
einen recht unangenehmen Geruch verströmt. Das Fett auf Haut und
Haaren bindet Schmutz und Gerüche. So ist es ganz logisch, dass
das Fell frisch gebadeter Hunde durch die starke Fettproduktion
Schmutz stärker bindet. Damit wird freilich auch der Hundegeruch
intensiver. Außerdem wird das Fell immer schneller
schmutzig. Was bleibt dem gutmeinenden Besitzer anderes übrig,
als seinen Hund von nun an immer öfter zu baden? Darum gilt der
Grundsatz: Baden nur so selten, wie nötig.
Tipp: mildes, rückfettendes Shampoo verwenden. Den Hund
mit handwarmen Wasser gut durchnässen, Shampoo in einer Flasche
mit Wasser mischen und gut schütteln, bis Schaum entsteht.
Diesen Schaum gleichmässig im Fell verteilen und mit einem
Schwamm einmassieren. Danach gründlich ausspülen. Man kann den Hund an
einem trockenen, zugfreien Ort (am besten über Nacht) trocknen
lassen (dies ist aber nur in der warmen Jahreszeit zu empfehlen,
da der Trocknungsprozess sehr lange geht und der Hund kann sich
erkälten, eine Blasenentzündung bekommen...). Besser ist, den Hund trocken
zu föhnen. Hierfür gibt es
spezielle Hundeföhn, welche die Nässe aus dem Fell blasen.
Pfotenpflege:
Damit der Samojede ungehindert und vor allem
Schmerzfrei laufen kann sollte man der Pfotenkontrolle und
-pflege besondere Aufmerksamkeit schenken. Samojedenpfoten sind
in der Regel sehr robust und so genannte "Booties" braucht man
meist nur nach Pfotenverletzungen.
Im Winter laufen unsere
Hunde mit uns oft auf gesalzenen Wegen. Wenn das nicht zu
umgehen ist, sollten die Pfoten nach dem Spaziergang mit klarem
Wasser abgespült werden. Anschliessend föhnt man sie
gewissenhaft trocken, um Entzündungen vermeiden. Wer die Pfoten
seines Hundes schützen möchte, kann auf
Pfotenbalsam,
Vaseline oder Melkfett zurück greifen.
Im Sommer macht man besser einen grossen Bogen
um asphaltierte Straßen.
Diese erhitzen sich so stark, dass es unserem Vierbeiner starke
Schmerzen bereitet. Flüssiger Teer kann obendrein
Hautverletzungen hervorrufen.
Beton- oder
Asphaltstrassen
eignen sich wenig
für sehr ausgiebige Spaziergänge oder gar Training des Hundes am
Fahrrad, Trottinett, Wagen oder Rollerscates. Zwar nutzen sich
die Krallen hervorragend ab, aber auch die wesentlich
empfindlichere Ballenhaut. Wer seinen Hund so trainiert, sollte
sich über durchgelaufene und blutende Ballen nicht wundern.
Darum suche man sich besser einen natürlichen Untergrund für
solche Unternehmungen.
Damit es im Winter nicht zu schmerzhaften Klumpenbildung durch
Schnee zwischen den Pfoten kommt und im Sommer nicht zuviel
Schmutz zwischen den Zehen haften bleibt, sollte man die Haare
zwischen den Zehen gründlich zurück schneiden. Hierfür verwendet
man eine gut schneidende Schere mit abgerundeten Spitzen oder
man kann diese Haare auch mit einer sehr gut schneidenden
Schermaschine entfernen.
Für ein gepflegtes Erscheinungsbild kann man auch die langen
Haare an den Pfoten in Form schneiden.
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Vorher |
Nachher |
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Die
Krallenpflege:
Normalerweise läuft der Hund sich die Krallen ab, so dass
diese nicht gekürzt werden müssen. Läuft der Hund jedoch
vorwiegend auf weichen Boden (Wiese, Waldboden, Schnee), so
müssen die Krallen von Zeit zu Zeit kontrolliert werden und
eventuell gekürzt werden. Ebenso kontrollieren muss man
die Daumenkralle. Diese nutzt sich nicht von selber ab und muss
geschnitten werden. Ich habe schon Fälle gesehen, wo die
Daumenkralle so lange war, dass die Krallenspitze wieder in die
Pfote einwuchs und Entzündungen hervorrief.
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zu lange Krallen |
gekürzte Krallen |
Zahnpflege:
Leider gibt es zu
viele Hunde mit massiven Zahnstein. Um das Gebiss des Hundes bis
ins hohe Alter gesund und intakt zu erhalten bedarf es einiger
Pflege. Im unten stehenden Link können Sie nachlesen, wie
richtige Zahnpflege gemacht wird. Die regelmässige Gabe von
wirklich harten Kauartikel (grosse Kuhklauen,
Straussensehnen...) beugt zudem die Bildung von Zahnstein vor.
► Hier gibt es Info's zur Zahnpflege und
zum Zähneputzen
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Gebiss mit
Zahnstein |
Zahnstein freies
Gebiss |
Ohrenpflege:
Obwohl der Samojede in der Regel keine Probleme mit den Ohren
hat, sollte man diese gelegentlich kontrollieren, vor allem
dann, wenn sich der Hund häufig am Ohr kratzt oder vermehrt den
Kopf schüttelt. Gesunde Ohren sind kühl und geruchlos. Sie sehen
sauber und gut durchblutet aus. Für diese Fälle sollte man es
auch bei der kurzen Inspektion belassen. Vor allem
Stehohren verschmutzen nur selten. Durch die gute
Belüftung des Innenohres wird ein solcher Hund auch kaum je
Ohrprobleme haben. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn der Hund
z.B. einen zu engen Gehörgang hat.
Wenn kein Schmutz vorhanden ist, verzichte man tunlichst auf
irgendwelche Pflegemassnahmen. Bitte belassen sie dann die Haare
im Ohr so, wie sie von Natur aus sind. Setzen Sie
Reinigungsmittel wirklich nur ein, wenn es nötig ist. Alle noch
so gut gemeinten Pflegeeingriffe verändern den offensichtlich
funktionierenden „Haushalt“ im Ohr. Mit anderen Worten, zu viel
Ohrenpflege an der falschen Stelle bewirkt das Gegenteil. Die
Probleme können damit beginnen.

Ein sauberes
Samojedenohr
Augenpflege
Die Augenpflege besteht bei Samojeden im Normalfall meist
nur durch auswischen der Augen mit einem feuchten, nicht
fusselnden Tuch, am Morgen.
Ab und zu kann es vorkommen, dass der Hund an einer
Augenentzündung leidet. Sehr oft tränen die Auge dann sehr stark
und die Tränenflüssigkeit verfärbt das Fell um die Augen braun.
Diese Verfärbungen verschwinden nach einiger Zeit (es kann
dauern) sofern die Augen, tierärztlich behandelt wurden und keine
Entzündung, Fremdkörper oder andere Reizungen vorliegen.
Welpen haben sehr
oft braune Stellen um die Augen. Dies kommt in der Regel nicht
von Augenerkrankungen sondern vom Kieferwachstum. Bei sehr
jungen Welpen wächst das Kiefer und oft drückt es dann auf den
Tränenkanal, wobei Tränenflüssigkeit aus dem Tränenkanal
austritt. Der vermehrte Tränenfluss und die Verfärbungen
verschwinden jedoch ohne Behandlung innerhalb ein paar Wochen.
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Klare, saubere
Augen |
Entzündete,
tränende Augen |
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