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Ernährung

Dies ist ein sehr komplexes Thema und kaum in einem anderen Punkt gehen die Meinungen mehr auseinander wie bei der Ernährung. Die Industrie bietet mittlerweile unzählige Futtermittel an und fragt man 10 Personen nach der optimalen Fütterung, so erhält man 10 verschiedene Antworten.
Wichtig für die Wahl eines Futters ist: der Hund muss das Futter gerne fressen, er muss es gut vertragen und es muss alle Nährstoffe enthalten die der Hund braucht. Je nach Alter und Verwendungszweck des Hundes braucht es eine andere Zusammensetzung.

Neugeborene:

Im Idealfall säugt die Mutterhündin die Welpen ca. 6 bis 9 Wochen. Muttermilch ist in den ersten Wochen die optimale Ernährung. Müssen die Welpen aus irgend einem Grund von Geburt an gefüttert werden so ernährt man sie, falls keine Ammenhündin zur Verfügung steht, mit Welpenmilch. Ab ca. der 3. Lebenswoche kann man die Welpen langsam an festes Welpenfutter, welches anfänglich püriert wird, gewöhnen.
Welpen welche in den ersten Wochen durch die Mutterhündin gesäugt werden kann man je nach Wurfgrösse auch bereits ab der 3. Lebenswoche an Welpenfutter gewöhnen.

          

Welpen bis 6 Monate:

Bei der Abgabe der Welpen sollen die jungen Hunde von der Muttermilch entwöhnt sein und werden bis zum Alter von ca. 6 Monaten mit Welpenfutter gefüttert. In der Regel erhalten die Welpen 3 Mal täglich eine Mahlzeit von jeweils 70g - 90g Trockenfutter, welches mit Wasser gereicht wird. Zusätzlich dürfen die Welpen Naturjoghurt, Hüttenkäse, Quark, Hundegutzeli, Trockenfisch, verschiedene Kauartikel in kleinen Mengen bekommen. ACHTUNG!!! Zu viele Leckereien zwischen den eigentlichen Mahlzeiten lassen den Hund in kurzer Zeit dick werden. Geben Sie ihrem jungen Hund deswegen lieber einmal statt einem Schweinsohr eine rohe Möhre. Das ist gesünder und der Kauspass kommt hierbei auch nicht zu kurz.
Viele Tierärzte raten, die Welpen spätestens im Alter von 6 Monaten auf Erwachsenenfutter um zustellen, da Samojeden zu den schnell wachsenden Rassen gehören und man durch ein zu schnelles Wachstum die Entwicklung des Skeletts negativ beeinflussen kann. Da die Endgrösse des Hundes genetisch vorgegeben  ist, kann man diese nicht mit viel oder wenig Futter beeinflussen. Sehr wohl hingegen kann man einen gewissen Einfluss nehmen, wann diese Endgrösse erreicht ist.
WICHTIG: Kontrollieren Sie von Zeit zu Zeit, ob sie die Rippen des Hundes ohne Druck gut fühlen können. Sind die einzelnen Rippen deutlich fühlbar, so hat der Hund kein Übergewicht.

Erwachsene Hunde:

Ab ca. 6 Monaten ernährt man den Hund mit Erwachsenenfutter. Die täglichen Rationen werden von 3 auf 2 Mahlzeiten reduziert. Ebenso wird die Menge von ca. 250g - 270g allmählich während der nächsten 4 Monaten auf 130g - 180g reduziert. (Der Hund wächst nun nicht mehr so stark und braucht deshalb auch weniger Energie). Bei den Leckereien zwischendurch verhält man sich genau wie unter Welpen beschrieben.
Kontrollieren Sie wie beim Welpen von Zeit zu Zeit die Rippen.

Ernährung von Schlittenhunden Hier gibt es Infos vom Tierarzt

Aktive, trächtige oder laktierende Hunde:

Trächtige Hündinnen (ca. ab der 6. Trächtigkeitswoche) und laktierende Hündinnen benötigen sehr viel Energie. Um der Hündin die in dieser Zeit zusätzliche Energie zu zuführen empfiehlt es sich, sie in dieser Zeit mit Welpenfutter zu ernähren. In der Regel füttert man die Hündin in dieser Zeit 3 - 5 Mal täglich. Hat eine Hündin einen grossen Wurf so kann es schon mal vorkommen, dass Sie 700g Welpenfutter täglich benötigt um die Milchleistung zu gewährleisten ohne dabei selber zu stark abzumagern. Sobald die Welpen zugefüttert werden, reduziert man die Futtermenge der Hündin allmählich. Spätestens in der 6. Lebenswoche der Welpen wird die Mutterhündin wieder auf normales Erwachsenenfutter umgestellt und die Menge wird auch wieder den normalen Rationen angepasst.
Zusätzliche Vitamingaben für tragende Hündinnen sind nicht anzuraten, eine Zufütterung von Calcium ist nicht angesagt.
Obwohl der Calciumbedarf der tragenden Hündin steigt, wird dieser über die vermehrte Futteraufnahme ausgeglichen. Eine Überversorgung mit Calcium zu diesem Zeitpunkt unterdrückt die Hormonproduktion der Nebenschilddrüse und erhöht das Risiko einer puerperalen Hypoglykämie!
Ein Vitamin A-Überschuss fördert die Bildung von Missbildungen, v.a. von Gaumenspalten.
Folsäuremangel wird beim Menschen für Missbildungen verantwortlich gemacht. Da aber hochwertige Hundefutter genügend Folsäure enthalten, brauchen B-Vitamine nicht zusätzlich gegeben zu werden. Vitamin C wird vom Hund in genügender Menge produziert und braucht nicht substituiert zu werden.
Ein Überschuss an Vitamin D kann die Calcium-mobilisierung der Hündin erschweren. Die Gabe von Omega 3-Fettsäuren maximiert die Entwicklung von Gehirn und Retina beim Fötus.

 

Unter aktive Hunde versteht man Hunde, welche körperlich stark beansprucht werden und z.B. im Schlittenhundesport Leistung erbringen sollen. Werden die Hunde regelmässig trainiert (3-5 Mal wöchentlich) und werden sie an Schlittenhunderennen oder Touren eingesetzt so führt man diesen Hunden die zusätzliche Energie in Form von Energie oder Leistungsfutter zu und kann zusätzlich auch noch Fett zuführen. Auch Hunde, welche ständig im Freien leben und schlafen brauchen speziell in der kalten Jahreszeit etwas mehr Energie durch das Futter als sonst.

Warum Energie-  Leistungs- oder Welpenfutter?

Diese Futter weist bei gleich bleibender Menge eine höhere Energiedichte auf. Wurde man dem Hund mit dem normalen Futter die benötigte Energie zuführen wollen, so müsste man die Futtermenge massiv erhöhen. Hierbei wäre jedoch der Verdauungsapparat mit der grossen Menge überfordert und der Hund würde mit Durchfall reagieren.

Alte Hunde:

► Hier finden sie fundierte Infos zur Ernährung alter Hunde

Was versteht man unter Diätfutter:

Diätfutter gibt es einige und hier muss man unterscheiden um welche Art von Diät es sich handelt. Dies kann sein, dass der Hund ein Nierendiätfutter, Diätfutter gegen Übergewicht, Diätfutter wegen Allergien etc. braucht. Bei all diesen speziellen Diäten ist es unbedingt erforderlich dies mit dem Tierarzt abzusprechen.

Oft wird bei Erbrechen und / oder Durchfall Diät verordnet. Nachdem man den Hund 24 Stunden fastet kann solches Diätfutter  sein:
- Reis, Huhn, Möhren (alle Zutaten werden zusammen mit viel Wasser zu einem dicken Brei gekocht)
- Hüttenkäse (Cottagekäse)
- Bei hartnäckigen Durchfällen hilft manchmal auch eine Diät mit reiner Fleischfütterung. (Ausschliesslich mageres gekochtes
  Fleisch)

Wichtig!!!!!

Achten Sie stets darauf, dass immer frisches Wasser zur Verfügung steht. Achten Sie darauf, dass ihr Hund niemals zu dick wird. Dicke Hunde haben in der Regel eine kürzere Lebenserwartung und eine massiv verminderte Lebensqualität und behaupten Sie nicht, die Rippen des Hundes kann man nicht spüren, weil er einen so dichten Pelz hat.

Verlassen Sie sich nicht auf die Mengenangabe auf den Futterverpackungen. Diese sind in der Regel zu hoch angegeben, da der Samojede zu den sehr genügsamen Rassen zählt.

Besonders harte Kauartikel beugen die Bildung von Zahnstein vor. Hier haben sich grosse, dickwandige Kuhklauen sehr bewährt.

► Hier findet man Rezepte für selbst gebackene Hundeleckerchen

Was Hund nicht fressen soll:

- rohes Schweine- und Hühnerfleisch
- gewürzte Speisen
- gesüsste Speisen
- Schokolade (FÜR HUNDE GIFTIG)
- Röhrenknochen (Verletzungsgefahr durch Knochensplitter)